Bücher in Deutsch übersetzt

Nanuk - Im Zeichen des Bären

(Ab 10 Jahre)

Klappentext

Aus dem Flämischen von Verena Kiefer. Tim ist 13 und lebt in Montreal. Eines Tages steht sein Großvater vor der Tür. Tausende von Kilometern hat er zurückgelegt, um seinen Enkel mitzunehmen in sein Inuit-Dorf am Ende der Welt. "Jemand muss dir die Jagdgründe zeigen, das Land, die Tiere und die Geister", sagt Großvater. Tim ist wütend. Was soll er dort in der Einöde mit einem alten Mann, dessen Kauderwelsch aus Englisch, Französisch und Inuktitut er kaum versteht? Sie fliegen nach Norden und landen in einer Wüste aus Eis. Noch in derselben Nacht brechen sie auf zur Jagd. Tage vergehen; von Nanuk, dem Bären, keine Spur. Da geraten sie in einen Sturm. Pirtik, das große Nichts, ist ausgebrochen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.07.2002

Richtig angetan ist Reinhard Osteroth von dieser "Bildungsreise" eines 13- Jährigen. Die Geschichte ist einfach, und die Autorin erzählt sie "ohne stilistische Anstrengung, doch nicht leichthin" im "stimmigen Grundton des Naiven". Gut findet Osteroth, dass die Läuterung des kleinen Schlaumeiers aus Sicht des Jungen selbst entwickelt wird, "glücklicherweise ohne lehrhafte Attitüde". Schön schließlich auch, wenn es mal nicht, wie so oft bei Bildungsreisen, in den Süden, sondern in die Arktis geht. Dort nämlich lebt der knorrige Großvater, ein wahrer Enkelschreck.

Anana eine Inuit-Legende

Anana  eine Inuit-Legende , Ina Vandewijer (Autor), Heinke Both (Illustrator), Barbara Heller (Übersetzer), Gebundene Ausgabe – Piper, 2004

Wenn eine Hungersnot die Inuit im Norden Alaskas bedroht, werden neugeborene Mädchen dem Tod preisgegeben. Doch die Mutter der kleinen Anana widersetzt sich dem grausamen Brauch und rettet ihre Tochter, indem sie sie als Jungen großwerden läßt. So spürt Anana von der ersten Stunde an, daß sie für alles wird kämpfen müssen. Das Kind wächst heran, beweist sich im Fischen und Fellenähen, Jagen und Häuten. Anana ahnt, wo die Karibus sich versammeln werden, und ist im Einklang mit der winterharten Natur. Als junges Mädchen erhält sie dank ihrer schamanischen Fähigkeiten endlich Achtung und einen Platz in der Gemeinschaft. Und dann sieht die unabhängige Anana ausgerechnet in einem weißen Pelzjäger ihre Bestimmung ... Auf der Suche nach Wärme in der eisigen Weite des Nordens: die Geschichte der starken jungen Anana ist ein intensives, sinnliches Leseerlebnis.

 

Wie ein Stein in mir

Warschau, 1942: Esther ist 13, als sie ins Waisenhaus von Doktor Janusz Korczak gebracht wird. Sie hat alles verloren – ihre Familie, ihre Heimat und sogar den Mut zu sprechen. Was sie genau erlebt hat, können der alte Doktor und Madame Stefa nur ahnen. Doch statt sie zu bedrängen, gibt Korczak Esther Papier und Bleistift und stellt ihr Naomi an die Seite. Die redet für zwei und nimmt das verschüchterte Mädchen unter ihre Fittiche. An der Seite der fröhlichen Plaudertasche entdeckt Esther so etwas wie Normalität. Doktor Korczaks liebevolle Geduld und Naomis sorglose Warmherzigkeit bringen nach und nach das Eis zum Schmelzen. So gelingt es Esther schließlich, das Unsagbare niederzuschreiben.

Website door Emilie Govaerts